geschichte
Ein Sturm brachte João Gonçalves Zarco und Tristão Vaz da Silva im Jahre 1419 vom Kurs auf die Westküste Afrikas ab, wodurch sie die kleine Insel Porto Santo entdeckten. Ein Jahr später brach eine Gesandtschaft der portugiesischen Krone auf, um Madeira zu erobern.
Das subtropische Klima und die üppige Vegetation bezauberten Prinz Heinrich, den Seefahrer, der die sofortige Besiedlung und den Anbau von Getreide, Zuckerrohr und Wein anordnete. Später wurden die Bäume, die praktisch die gesamte Insel überzogen, zum Bau von höheren und widerstandsfähigeren Masten für die portugiesische Flotte und auf dem portugiesischen Festland zum Bau von Häusern im maurischen Stil verwendet.
Die Insel wurde in drei Regionen aufgeteilt und drei Gouverneuren unterstellt. So wurde Madeira schnell zu einer wohlhabenden Insel mit einer blühenden Wirtschaft. Dies wiederum zog zahlreiche Handelsherren an, darunter auch Christopher Columbus, der hier heiratete und einen Sohn bekam, bevor er sich aufmachte, neue Welten zu entdecken.
Im 17. Jahrhundert erweiterte sich durch die Heirat von Catharine von Bragança mit Charles II. von England der Einfluss der britischen Krone auf die Insel Madeira, was dazu führte, dass sich hier zahlreiche britische Kaufleute niederließen, die sich dem Export von Madeira Wein verschrieben. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich Madeira zu einem Brennpunkt der wichtigsten Handelsrouten.
Die bezaubernde Landschaft und die therapeutischen Möglichkeiten der Insel machten sie ab dem 17. Jahrhundert zu einem beliebten Urlaubsziel der europäischen Aristokratie, von Filmstars und berühmten Schriftstellern. So ist Madeira auch heute noch ein Reiseziel „par excellence“, das sich durch seine reizvolle Landschaft, sein ganzjährig mildes Klima, eine Gastronomie reich an authentischen Geschmäckern und durch freundliche Inselbewohner, die jeden Ankommenden mit einem Lächeln begrüßen, auszeichnet. |